Zwei Frauen im Gespräch in einem Café. Die Frau, die der Kamera zugewandt ist, lächelt die andere Frau freundlich an.

Erfolgreiche Familienlotsinnen

Modellprojekt zur Integration von geflüchteten Frauen wird als Regelförderung fortgeführt

Der Verein RE/init, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, unterstützt Menschen in der Region Emscher-Lippe dabei, eine persönliche und berufliche Perspektive zu entwickeln. In den vergangenen Jahren war der Verein in Gelsenkirchen Standort des Modellprojekts „Familienlotsinnen“, mit dem die berufliche und gesellschaftliche Integration von geflüchteten Frauen mit kleinen Kindern gefördert werden sollte. Die Ergebnisse des Projekts sind so erfolgreich, dass der Ansatz nun in die Regelförderung des Jobcenters übernommen wird.

Vertrauensverhältnis als Erfolgsfaktor

Die Integration geflüchteter Menschen in Ausbildung und Arbeit gelingt immer besser. Für Frauen mit kleinen Kindern ist der Einstieg in den Arbeitsmarkt aber weiterhin schwierig. Hier setzt das Modellprojekt „Familienlotsinnen“ an, das auf eine gemeinsame Initiative der NRW-Landesregierung, der Bundesagentur für Arbeit und der RAG-Stiftung zurückgeht. Zielgruppe des Projekts sind geflüchtete Frauen mit kleinen Kindern, die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts beziehen. Die so genannten Familienlotsinnen unterstützen diese Frauen dabei, ihre Potenziale und Fähigkeiten zu erkennen und die Herausforderungen des Alltags zu bewältigen. Dabei geht es oft um die Beratung bei behördlichen Themen, die Suche nach Kinderbetreuungsplätzen, den Zugang zu Sprachkursen und die Berufsorientierung. Zu den Erfolgsfaktoren des Projekts gehört, dass die Familienlotsinnen oft ein enges Vertrauensverhältnis zu den Frauen aufbauen können – auch weil sie dieselbe Sprache sprechen, die kulturellen Hintergründe kennen und sich an den unterschiedlichen Bedarfen, Lebenssituationen und Potenzialen der Frauen orientieren.

Erfolgreiche Arbeit wird fortgeführt

Neben Gelsenkirchen war Duisburg Standort des zweijährigen Modellprojekts. In beiden Städten war das Projekt so erfolgreich, dass es nun nach Auslaufen der Förderphase fortgesetzt wird. Das Jobcenter Duisburg und das Integrationscenter für Arbeit Gelsenkirchen übernehmen den erprobten Ansatz in die SGB II-Regelförderung.

 

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